Fotografie: Brauche ich einen externen Blitz?

Jede Beauty-Bloggerin kennt das Problem: man hat ein neues Produkt und will es natürlich buchstäblich im besten Licht zeigen. 

Wenn ich meine Blog-Anfänge so ansehe, ist das wirklich eine Katastrophe gewesen. Mit billiger Digicam, Schreibtischlampe oder auf das Tageslicht hoffen. An sich bin ich ein sehr ungeduldiger Mensch und wenn etwas nicht nach ein paar Versuchen klappt, kann ich schonmal extrem down sein.

Zum Glück war irgendwann das Geld für eine richtig tolle Spiegelreflexkamera da. Nur das Problem mit dem Licht bekam ich immer noch nicht in den Griff.

Im Herbst/Winter mag ich auch nicht immer darauf hoffen, dass ich mal günstiges Licht erwische. Also hatte ich irgendwann so die Schnauze voll, dass ich mir Tageslichtlampen angeschafft habe. Meistens bin ich auch recht zufrieden mit diesen, kommt aber immer auf meine Tagesform an.




Ich habe schon lange mit dem Gedanken an einen externen Blitz gespielt, war mir aber nie so sicher, ob ich wirklich einen brauche.

Zum Glück konnte ich mir obiges Schätzchen über das Wochenende ausleihen: der Metz 52, preislich so um die 200€. Natürlich gibt es auch günstigere Varianten von anderen Firmen und die teureren der Kamerahersteller, aber für meine Belange reicht der Metz vollkommen aus, zumal ich überrascht war, wie viele Optionen er hat.


Ich habe hier den externen Blitz zusammen mit den Tageslichtlampen verwendet und bin beigeistert, dass ich ein tolles Ergebnis gleich mit dem ersten Schuss hatte. Kein ewiges Rumspielen mit ISO, Blende und Verschlusszeit. Draufhalten, abdrücken - fertig!

Das Bild hätte für meinen Geschmack noch etwas heller sein können, aber für den ersten Schuss finde ich es bombe. Die Farbe des Produkts wird 1:1 wiedergegeben, nichts reflektiert und auch der Hintergrund wirkt gleichmäßig.



Ich verwende den integrierten Blitz meiner Kamera bei Produktfotos so gut wie nie. Vollkommen verfälschte Produktfarbe, der Hintergrund wirkt nicht soft genug und allgemein ist das Produkt zu sehr beleuchtet und reflektiert. Also definitiv kein Vergleich zu Lampen & externem Blitz.



Die Bilder nur mit Tageslichtlampe waren nicht ganz so schnell im Kasten. Ich bin definitiv kein Fotografie-Profi und muss immer erst ewig an den Einstellungen rumschrauben, bis es mir halbwegs gefällt. Dabei entstehen dann schonmal bis zu 20-30 Bilder, bis ich annährend zufrieden bin.

Die Farbe des Produktes wird hier ein wenig verfälscht, was vor allem bei dekorativer Kosmetik problematisch sein kann. Der Hintergrund ist nicht ganz so gleichmäßig wie bei dem Foto mit externem Blitz.


Fazit:

Sowohl bei Tageslichtlampen als auch bei externem Blitz kann man unabhängig vom Sonnenlicht arbeiten. Somit bin ich unabhängig und kann die Fotos auch mitten in der Nacht machen.

Das beste Ergebnis liefert in meinen Augen der externe Blitz. Er erkennt automatisch die Kameraeinstellungen, die beiden "unterhalten" sich und es kommt automatisch ein fast perfektes Bild dabei heraus. Bei den Tageslichtlampen muss man mehr selbst arbeiten, das Ergebnis ist dennoch zufriedenstellend.

Demnach braucht man nicht zwangsläufig einen externen Blitz, dennoch werde ich mir langfristig wohl einen zulegen, da es so viel  einfacher ist, schöne Produktfotos zu machen. Bis dahin bin ich aber auch mit meinen Tageslichtlampen zufrieden, auch wenn ich mit ihnen mehr "basteln" muss, bis ein gutes Foto entsteht.

Leider bin ich nicht dazu gekommen, den Blitz für AMU- oder Gesichtfotos zu benutzen, aber ich bin sicher, dass er mich auch hier auf voller Linie überzeugen würde.


Wie macht ihr eure Fotos? Flucht ihr auch so oft über die Lichtverhältnisse?

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